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CURE - The Cure (2004)

Totgesagte leben länger…

Vier Jahre waren vergangen als The Cure im Jahre 2004 leicht überraschend mit "The Cure" ein neues Studioalbum veröffentlichten. Eigentlich, so verkündete Robert Smith zu Beginn des Jahrtausends, sollte bereits das Vorgängeralbum „Bloodflowers“ den glanzvollen Schlusspunkt der Band-History bilden.
Doch Roberts Wunsch sein Lebenswerk somit zu beenden schien nicht gefestigt; nur zwei Jahre später setzte er mit der Darbietung von „Triology“ – eine komplette Live-Performance der Alben „Pornography“ (1982), „Disintegration“ (1989) und „Bloodflowers“ (2000) im Berliner Tempodrome – ein neues Ende. Smith kommentierte: „Dieses Event habe ich mir immer als letzte Sache vorgestellt, die The Cure machen. Das hätte eine würdige Art von Grabinschrift abgegeben.“

Wenn Robert Smith kurze Zeit später nicht den US-Produzenten Ross Robinson kennengelernt hätte, wäre sein „Traum“ wohl in Erfüllung gegangen. Robinson, der unter anderem mit Korn oder Limp Bizkit zusammenarbeitete, überzeugte Smith zu einem weiteren Cure-Album. Er argumentierte, dass die vorherrschende Grundstimmung für ein Album extrem günstig sei. Eine neue Generation von Bands, wie zum Beispiel The Rapture, Hot Hot Heat oder Blink 182 sprachen damals über The Cure, insofern schrieb die Underground-Presse fleißig mit und im Radio ertönten wieder vermehrt Cures Moll-Akkorde.
Robert entschied sich schließlich zur Produktion von „The Cure“ und lud die gediente Crew um Simon Gallup (Bass), Perry Bamonte (Gitarre), Roger O´Donnell (Keys) und Jason Cooper (Drums) ins Studio ein. Die Tatsache, dass der Albumtitel dem Bandnamen entspricht, drückt zumindest im Ansatz aus, dass die Band nach mehr zwei Jahrzehnten künstlerischem Wirken einen Neuanfang definieren wollte. Robert meinte süffisant: „Unter verschiedenen Aspekten kommt es mir tatsächlich wie ein Neuanfang vor. Aber ich verabscheue diesen Gedanken zu verfolgen, da es dann möglicherweise das Ende von The Cure bedeutet, ohne dass ich es möchte.“

The Cure ist nicht einfach nur eine Band, die man mal ganz gerne hört; The Cure wird von Generationen geliebt. Robert Smith symbolisiert mit seiner nicht immer sauberen, eigenwilligen Stimme, mit seinem geschminktem Mund, seinen dunklen Augenrändern und seinen toupierten Haaren den perfekten Frontmann für dieses Werk. Die Musik strotzt vor Melancholie, die wundervoll in spannenden, ergreifenden Songs umgesetzt wurde. Nach dem etwas nüchternen Album „Wild Mood Swings“ (1996) besannen sich The Cure im Jahre 2004 auf ihre Stärken und somit entstand ein sehr gutes Album, welches The Cure frisch und dennoch typisch zeigt. „The Cure“ weist keine Anzeichen von Altersmüdigkeit auf und es rockt erstaunlich kräftig. Die flotteren Songs wie "Befrore Three" und "Taking Off" gefallen mir weit besser als die schnelleren Stücke der Vorgängeralben; viele Momente sind geprägt durch kräftige Töne, die im Ohr verweilen wollen. Bei der ersten Single, dem gelungenen "The End Of The World", gehen The Cure ebenso wie beim starken "(I Don't Know What's Going) On" vom 4/4-Takt weg und zeigen, dass sie ähnlich wie Radiohead äußerst freaky klingen können.
„Freaky“ scheint bei oberflächlicher Betrachtung auch das Artwork. Bevor einige sehr kritische Fans deswegen auf die Idee kamen das Krankheitsbild von Robert Smith zu analysieren, eröffnete die gealterte „Gruftie-Ikone“: „Bis zuletzt glaubte niemand, das ich dieses Album tatsächlich `The Cure´ nennen würde. Viele spekulierten auf den Titel `Good Dream, Bad Dream´, weil ich allen meinen Neffen und Nichten einen Brief geschrieben hatte, in dem ich sie um Zeichnungen von einem guten und einen schlechten Traum gebeten habe. Diese Zeichnungen nahm ich als Grundlage für das Cover.“

hinzugefügt: March 15th 2005
Tester: Diver
Punkte:
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Sprache: german

  

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