How to survive in the Nightlife...
Manche Musiker sind eher fürs Anhören gemacht als fürs Anschauen. IAMX andererseits ist mehr als eine Band, es ist ein Event - eine kraftvolle musikalische wie visuelle Attacke mit dem dynamischen und unverwechselbaren Chris Corner an der Spitze, der vor seiner Zeit mit IAMX bereits mit den Sneaker Pimps unterwegs war.
Scheinbar fährt Europa Mitte des ersten Jahrzehnts unseres Jahrtausends auf die Mischung aus dramatischem Synth-Rock, Düster-Pop und vertracktem Indie-Dancesound völlig ab.
Seit IAMX auf Festivals unter anderem in Österreich, Belgien, Tschechien und Polen die großen Bühnen stürmten und neben Stars wie Placebo, Franz Ferdinand und den Cardigans auftraten, war der Hype kaum noch zu stoppen.
Wie ein 80er-Jahre-Glam-Soundtrack zu einem Jan Svankmajer-Film oder ein unergründlicher Hybrid aus dem sexy Stolzieren eines Prince und der geballten Coolness einer Band wie Roxy Music, mischt IAMX Chris Corners sexuell aufgeladene Vocals mit Musik, die wie ein kontrollierter Tobsuchtanfall klingt.
Von Songs voller cinematischer Qualitäten wie dem hypnotisch walzernden Stück “President” und der perkussiv-schmutzigen Ohrverführung bei “The Negative Sex” bis zum hochinfektiösen Synthpop des schwungvollen “Spit It Out” ist das Album “The Alternative” stets genau das, was der Titel verspricht: Die Alternative zu all jener schablonenhaften Musik, die die Radiowellen verklebt. Den fanatisch begeisterten Reaktionen auf die Performances von IAMX nach zu schließen lechzt die Masse nach einer solchen Alternative.
Als IAMX das diverse Festivals mit ihrer faszinierenden Live-Show zur Raserei brachten, stellten die Gazetten fest, dass IAMX über absolutes Starpotential verfügen.